Gnome verkündet den Online-Desktop

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Es soll das perfekte Fenster ins Internet sein: integriert mit den bevorzugten Online-Anwendungen, sicher, virenfrei, einfach und kostengünstig einzurichten.

Die Vorschläge der Gnome-Entwickler Bryan Clark und Havoc Pennington für den Online-Desktop gehen davon aus, dass die Web-Anwendungen von Quicken bis Google zunehmend an Schwung gewinnen. Dabei seien Web-Anwendungen nicht einfach nur „im Web“. Google Docs etwa sei ein immer verfügbarer Ort für Notizen und persönliche Dokumente, die auch anderen zugänglich gemacht werden können. Die Möglichkeit, Texte zu bearbeiten, sei quasi ein Bonus. Bei anderen Web-Apps sorgten die Community-Features für den zusätzlichen Nutzen.

Microsofts konkurrierender Ansatz mit Windows Live sei „echt bescheiden“. Das wolle nun wirklich keiner, erklären die Gnome-Macher selbstbewusst:

„Während Menschen und Organisationen realisieren, dass sie Windows eigentlich nur noch benutzen, um ihren Web-Browser zu starten – wird Open Source da sein mit einer kostenlosen, absolut einfachen Alternative.“

Der Wert des Online-Desktops soll darin bestehen, für die Dinge zu sorgen, die lokal und nicht Web-basiert sein müssen. Treiber für die Hardware und eine auf die Hardware bezogene Benutzerschnittstelle stehen ganz oben auf der Liste. Dazu gehören natürlich auch ein erstklassiger Web-Browser, und eine besonders gute Ergänzung stellen Live-CDs dar.

In ihrer Präsentation der Vorschläge, die Pennington und Clark auf einer Entwicklerkonferenz in Birmingham vortrugen, gehen die Entwickler auch weiter auf die noch bevorstehenden Arbeiten ein. Besonders wichtig erscheint ihnen die Verbindung Gnome-basierter mobiler Geräte mit dem Gnome Online Desktop und auch (über das Web) zu Windows. Die Benutzer sollen von jedem Gerät aus auf ihre Daten zugreifen können – und wenn sie ihr mobiles Gerät in die Hand nehmen, werde es die Daten ohne weitere Konfiguration bereithalten.

(bk)

Gnome Online Desktop (PDF)