Der Wurm im Apfel

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Es gibt einen Wurm für Apples OS X, sagt ein Sicherheitsexperte. Sowas kann es doch gar nicht geben, sagen die rechtgläubigen Apple-Fanboys.

Er nennt sich Information Security Sellout und behauptet, einen Wurm entwickelt zu haben, der sich in ein voll gepatchtes OS X zu bohren vermag. Indem er eine Variante der von Apple behobenen Sicherheitslücke in der mDNSResponder-Netzwerkkomponente nutzt. Das beweise, dass Apple-Computer ebenso anfällig seien wie Windows-PCs.

Getestet habe er es in einem Netzwerk mit rund 1500 Apple-Rechnern. Sein Stück Schadsoftware namens „Rape“ soll sich bislang nur über ein LAN reinschlängeln. Nach Ansicht des Entwicklers wäre es aber ohne besonders großen Aufwand möglich, den Wurm auch über das Internet einzuschleusen. Er will den Wurm nicht etwa in die freie Wildbahn schicken, sondern Apple über seine Forschungsergebnisse informieren, wenn sie vollständig sind.

Bewiesen ist dieser Exploit derzeit nicht. Und was Steve Jobs nicht erlaubt hat, wollen seine Jünger nicht einmal für denkbar halten. Einer von ihnen ging gleich richtig auf den bösen Apple-Hacker los und erließ seine eigene Fatwa: „Ich fordere dich heraus, das beim Defcon zu demonstrieren, du schwuler Microsoftie. Wir werden dich nach draußen zerren, dir eine Kugel verpassen und deinen Körper so tief einbuddeln, dass ihn nur noch eine Nuklearexplosion erreicht.“

„Oh, seht mal, ein Apple-Wurm“, hieß es zuvor im Blog von Information Security Sellout. „Das ist für euch Apple-Fans. Hütet euch bitte vor der Annahme, dass es ein absolut sicheres System geben kann und führt euch nicht so abgedreht auf. Natürlich baut Apple coole Computer, aber hört auf, die Wahrheit zu ignorieren.“

(Nick Farrell/bk)

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