Gaming-Laptops sind ein Witz

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INQ-Chef-Neinsager Charlie Demerjian findet Gaming-Laptops bescheuert und beschreibt das in über 13.000 Zeichen.

Wir sollten diesem Mann vertrauen. Kaum ein anderer Fachjournalist hat soviele Feinde in der IT-Industrie. Kein Wunder bei solchen unverblümten Texten. Diesmal ist Charlie aufgefallen, wie weit doch die Realität des mobilen Gaming von der Produktversprechen der Hersteller wegklafft. Was ihn dazu bewegte, einen über 13.000 Anschläge langen, sachlich begründeten Rant gegen Spielelaptops abzufassen. Hier mal die wichtigsten Punkte, wer des Englischen einigermassen mächtig ist, möge sich unbedingt über den Originaltext amüsieren.

Die Vorteile von Gaming- (“Multimedia”)-Notebooks:
1. Sie sind portabler als Desktop-PCs.
2. Alle glauben, du bist cool, wenn du mit sowas ankommst.

Dagegen stehen die Nachteile:
1. Extrem teuer.
2. Proprietäre Hardware, die man nicht austauschen kann.
3. Proprietäre Hardware, die man nicht upgraden kann.
4. Langsame CPUs.
5. Langsame Busse.
6. Langsamer Speicher.
7. Langsame Festplatten.
8. Langsame Mobil-Grafikchips mit aufgeblähten Herstellerangaben.
9. Höheres Gewicht im Vergleich zu normalen Notebooks.
10. Ungefähr so transportabel wie ein Stapel Telefonbücher.
11. Batterielaufzeit im Sekundenbereich.
12. Displayreaktionszeiten wie ein Gletscher.
13. Keyboards und Mäuse wie aus der Wühlkiste bei Norma.
14. Teure Teile drin, die niemand braucht.
Das ist bereits eine respektable Liste von Argumenten, nicht wahr? Demgegenüber preist Charlie ausführlich die Vorteile eines MiniATX oder MicroATX-Desktop-Rechners, der mit einem richtigen (!) Keyboard und einem schnellen Display prima in eine Tasche passt und trotzdem nur die Hälfte des oben beschriebenen Multimedianotebooks kostet. Was soll man da sagen. So richtig unrecht hat er ja nicht. [fe]

Inquirer UK