Apple verbietet Berichte über Leopard 10.5

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Berichterstattung über das neue Betriebssystem Leopard unerwünscht: Apple droht einem australischen Computermagazin mit rechtlichen Schritten.

Ausführliche Berichte über sein kommendes Betriebssystem Leopard 10.5 will Apple nicht – und seien sie noch so positiv. Kaum hatte APC vergangene Woche Informationen und Screenshots der Vorabversion von Leopard veröffentlicht, erhielt die Redaktion einen Brief der Apple-Rechtsabteilung. Die Forderung: Der Bericht sollte entfernt werden. Apple habe die Software nur an Entwickler verteilt, und zwar streng vertraulich. Sie unterliege dem Copyright von Apple und das Gesetz verbiete eine unauthorisierte Verbreitung.

Zwar konterte APC, man sei ja gar kein Entwickler und müsse sich demnach nicht an die Apple-Vorgaben halten. Die Screenshots wurden schließlich aber doch entfernt. Nicht genug für Apple: Die Anwälte verlangten die komplette Löschung.

Dass sich APC äußerst positiv über das Betriebssystem äußerte, scheint Cupertino egal zu sein. Unter anderem wurde die Benutzeroberfläche gelobt. Zudem seien laut APC nur Informationen veröffentlicht worden, die Steve Jobs bereits öffentlich präsentiert hatte. Das Fazit der APC-Redaktion: Apple will Medienberichte Dritter unterbinden, um viele Leser auf die eigene Homepage zu locken.

Im April hatte Apple gemeldet, den Verkaufsstart von Leopard zu Gunsten des iPhones auf Oktober zu verschieben. (tkr/mr)

Bild: Apple

( – testticker.de)

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