EU hat die Telekom-Konzerne fest im Visier

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Die Töne verschärfen sich, die Europäische Kommission will schützende Länderregelungen für die großen TK-Konzern aushebeln und eine zentrale EU-Regulierung einführen.

In den Vorstandsetagen der Telekomkonzerne kräuseln sich derzeit die Sorgenfalten. Vor allem auf Deutsche Telekom und France Télécom blies EU-Kommissarin Viviane Reding zur Jagd. Als Trophäe will sie die schützenden nationalen Regulierungen zur Strecke bringen, damit etwas mehr Fairness und Wettbewerb in die Märkte einziehen könne.
Der jüngste Bericht der Kommission zählt über 600 Telekom-Regularien auf, mit denen die Mitgliedsländer ihre zumeist ehemaligen Staatsbetriebe nach wie vor gegen den rauen Markt abschotten. “Die verbliebenen Ungleichheiten müssen nun weg. Wir wollen pan-europäische Provider und Services fördern”, betonte gestern Viviane Reding. Dieses Faktum könne nicht länger von nationalen Regulierungsbehörden ignoriert werden. Das bekam diesen Monat schon die spanische Telefónica zu spüren, denn sie wurde mit 152 Millionen Euro Strafe belegt, weil ihr Breitband-Großkunden-Tarif 20 Prozent über dem Niveau aller anderen EU-Mitgliedsstaaten lag. Nun ruhe der Blick der Kommission auf Deutschland, wo man nach den Ferien zur Tat schreiten wolle. (Andrew Charlesworth/rm)


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