Google- und Skype-Lobby erzwingen Breitbandfunk in den USA

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Die FCC kündigt die Bereitstellung von Funkfrequenzen für ein offenes Breitbandnetz an – der Erfolg ist dem stetigen Drängen der Internet-Unternehmen zu verdanken.

Google, Skype und andere IT-Unternehmen setzten sich lange mit der US-amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC auseinander, um schließlich eine Neuvergabe freier Funkfrequenzen in den Staaten zu ereichen. Nun können die Firmen den wichtigen Erfolg erringen: Ein Teil des offenen Spektrums soll für den Aufbau eines offenen Breitbandnetzes bereitgehalten werden, um etwa ein landesweites, drahtloses Netz auf Basis offener Industriestandards wie WiMAX und WLAN aufzubauen.

Wie schon hierzulande bei UMTS geschehen, werden in den USA nun die freien Frequenzen für die neuen Techniken versteigert. Zwar wird sich noch zeigen müssen, wer mitbietet, doch ein Rennen der kommunikationslastigen Onliner (wie Google und Skype) mit Mobilfunkern (wie AT&T und Verizon Wireless) schien schon ausgemacht.

Das Wall Street Journal aber hat eine Aussage des Google-Managements herausgekramt, dass man selbst nicht als Betreiber aktiv werden möchte. Die Lobbyarbeit habe dm Zweck gedient, den Markt zu öffnen und diesen dann drahtlos mit Content zu bedienen.

Eines hat FCC-Chef Kevin Martin aber berechnet: Die Neuvergabe der frei werdenden Frequenzen wird 15 Milliarden Dollar in die Staatskasse spülen und zugleich den derzeit darbenden Telekommunikationsmarkt beleben. Die bei Handys im Vergleich zu Europa und Asien rückständigen Amerikaner könnten Martells Ansicht nach durch ein offenes Netz mit WLAN-Telefonen sogar die Europäer überholen.

Die FCC wird dem WSJ zufolge in den kommenden Wochen die Bedingungen für die Lizenzvergabe detailliert ausarbeiten. (mk)

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