Biometrie laut BKA kein geeignetes Terrorfahndungs-Mittel

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Computergestützte Gesichtserkennung ist laut Bundeskriminalamt (BKA) derzeit nur bedingt zur Fahndung nach Terroristen geeignet.

Das Problem ist Folgendes: Die Trefferrate heutiger biometrischer Systeme ist einfach viel zu niedrig, bekräftigte BKA-Präsident Jörg Ziercke am Mittwoch in Wiesbaden. In einem Feldversuch der Mainzer Behörde versuchten die Beamten, per Kamera bestimmte Personen aus einem Menschenstrom von täglich 23.000 Passagieren herauszufiltern. Keines der drei getesteten Systeme erreichte eine Zuverlässigkeit von geforderten 60 Prozent, berichtet die Welt.

Eigentlich müssten die eingesetzten biometrischen Systeme eine Erfolgsquote von annähernd 100 Prozent erreichen, um in Massenproduktion zu gehen. Deswegen möchte das BKA eine derartige High-Tech-Fahndung vorerst nicht einsetzen. (mr)

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