Bundesverteidigungsministerium gibt gelöschte Dokumente auf

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Geht es um die umstrittenen verschwundenen Dokumente aus den Jahren 1999 bis 2003, die auch den Fall des Deutsch-Türken Murnat Kuraz betreffen, so sind die Daten “nach Ansicht de Fachleute nicht mehr rekonstruierbar”.

Das Verteidigungsministerium glaubt nicht mehr, dass gelöschte Dokumente der Jahre 1999 bis 2003 wieder gefunden werden. Das Nachrichtenmagazin Focus hat hinterher-recherchiert, denn an sich können mit entsprechenden Techniken gelöschte Dateien wieder zum Leben erweckt werden. Nicht so nach Ansicht des Verteidigungsministeriums: Die Daten sind “nach Auffassung der Fachleute nicht mehr rekonstruierbar”, erklärten die befragten Mitarbeiter des Ministeriums gegenüber dem Magazin. Es seien rund 10 Gigabyte Daten verloren gegangen.

Weil niemand mehr wüsste, welche Informationen genau fehlten, sei ein Wiederherstellen besonders schwer – wenn niemand weiß, welche Daten er woher holen solle, hilft eben selbst die beste Backup- und Restore-Software nicht.

Dabei wissen die Verantwortlichen, nach welchen Daten gesucht wird: Die Mitteilungen des Hauptquartiers der multinationalen Brigade in Afghanistan und des Zentralkommandos der US-Streitkräfte (Centcom). Einige Originaldaten könnten eventuell auf einem Laptop wieder sichtbar gemacht werden, denn die Berichte über die Einsätze der Elitetruppe KSK wurden dort gespeichert. (mk)

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