Microsoft will 1 Milliarde für Xbox360 zurücklegen

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Wegen der “unakzeptabel hohen Zahl von Reparaturen” legt der Software-Riese vorsorglich schon mal eine Milliarde Dollar zurück.

Wegen Problemen mit der XBox 360 plant Microsoft eine Rücklage von einer Milliarde US-Dollars und dehnt die Garantie auf die Spielekonsole auf drei Jahre aus – im Amerika lag sie bislang bei nur einem Jahr. Wie MS heute in Seattle bekannt gab, nehme man die hohe Zahl von Reparaturen zum Anlass für eine Vorsteuerrücklage zwischen 1,05 und 1,15 Milliarden US-Dollar. Das laufende Quartal würde damit belastet werden.

Nur ein Steuertrick, um Gewinne auszugleichen? Wohl kaum, denn es gäbe technische Probleme, die man aber bei neueren Modellen behoben habe, antwortete MS auf eine Nachfrage des Wall Street Journals. Die hohe Reparaturquote soll von mehreren Faktoren verursacht worden sein. Die Details wollte der Hersteller zwar nicht nennen, doch die Wärmeentwicklung von einigen Komponenten sei einfach zu hoch gewesen und habe durch Überhitzung zu Abstürzen und physikalischen Defekten geführt, berichten die Wirtschaftsjournalisten.

Nach Microsofts Entertainment-Chef Robbie Bach soll die “Mehrheit” keine Probleme mit der XBox 360 haben. Doch die Höhe der Rückstellungen konterkariert seine Worte, die nur von der “Frustration einiger Nutzer” reden. Wenigstens hat sich de Mann im, Namen der Firma entschuldigt.

In den letzten drei Jahren verzeichnete Microsoft mit der Entertainment- und Gerätesparte 3,08 Milliarden Dollar Verlust. Sie schnell in die Gewinnzone zu retten, scheint aber nun erst einmal illusorisch. (mk)

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