Gefälschter Handy-Akku tötet Mann- China stoppt Verkauf

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Der junge Schweißer Xiao Jinpeng wurde Opfer eines billigen nachgebauten Motorola-Akkus. Das Gerät explodierte und schob einen Knochen in sein Herz.

Markenfäschungen sind gang und gäbe in Asien – doch nun trifft es die Menschen auch in dieser Region, und das besonders hart. Erst jetzt, nach Aufklärung des Todes eines jungen Schweißers in der Provinz Guangdong, stoppte die chinesische Regierung den Verkauf weiterer Handy-Akku-Nachbauten durch die Firma Foshan Weierrui Telecommunications Equipment und weitere Unternehmen, die dem lukrativen Geschäft nachgingen.

Der 22jährige Xiao Jinpeng arbeitete im Juni bei hohen Temperaturen auf einer Baustelle; der Akku seines Mobiltelefons explodierte plötzlich mit einer Wucht, die ihm eine Rippe brach. Die Knochensplitter drangen ins Herz ein, der Mann verblutete am 19. Juni im Krankenhaus. Gestern berichtete die chinesische Zeitung Lanzhou Chenbao über den Fall und zitierte dabei eine Mitteilung der Industrie- und Handelsbehörde Guangdongs, in der das Akkuvertriebsverbot verkündet wurde. Sofort vermeldete der Wirtschafts-Newsdienst Bloomberg dden Fall, denn auch die Motorola-Originale sind verboten worden.

Dem Bericht nach sind drei Akku-Modelle für Motorola- und eines für Nokia-Handys jetzt untersagt – die Kopien lassen sich eben nur sehr schwer von den Originalen unterscheiden. Motorola sei selbst an der Aufklärung interessiert und unterstütze staatliche Stellen bei weiteren Ermittlungen, erklärte Yang Boning, Sprecher der chinesischen Motorola-Niederlassung. (mk)

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