Deutsche Händler pfeifen auf Dell

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Die Pläne des bisherigen Direktanbieters, Rechner auch über den Handel anzubieten, kommen bei deutschen Händlern und Systemhäusern offenbar nicht an. In einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Compris gaben die potentiellen Partner nicht gerade freundliche Noten ab.

Für 45 Prozent der 132 befragten Systemhäuser und Händler kommt die Aufnahme der PCs vom bisherigen Direktversender Dell in ihr Programm nicht in Frage, berichtet Computer Reseller News heute. Die skeptischen Stimmen in der Stimmungs-Umfrage des Ludwigsburger Marktforschungsinstituts Compris kämen vor allem von mittelständischen Systemhäusern. Nur ein Viertel ziehe in Erwägung, PCs oder Notebooks von Dell in ihr Sortiment aufzunehmen. 29 Prozent sind noch unentschlossen, für fast die Hälfte der Befragten kommt eine Zusammenarbeit gar nicht in die Tüte.

Die deutschen Reseller sind damit wesentlich skeptischer gegenüber den Plänen von Dell als die US-Händler. Eine Studie der amerikanischen Computer Reseller News ergab sogar, dass Dells Channel-Ideen die Konkurrenten HP und Toshiba in den Vereinigten Staaten empfindlich treffen könnten.

Die Menge der dort befragten Lösungsanbieter war vergleichbar mit der in der deutschen Umfrage, die Ergebnisse aber nicht: Ein Viertel der 150 Befragten würden ihre Einstellung zu Dell nach dessen Eintrit ins Channel-Geschäft positiv ändern. Und wenn die Konkurrenten ihre Preise für den Handel verbesserten, könnte man die Händler davon abbringen, auch Dell-Geräte zu verkaufen – der Name Dell steht bei US-Käufern offenbar höher im Kurs als bei uns. (mk)

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