Microsoft warnt vor tickender Daten-Zeitbombe

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Die Borg weinen Krokodilstränen und warnen vor einem „digitalen dunklen Zeitalter“. Weil ältere und proprietäre Datenformate nicht mehr lesbar sind.

Sie selbst änderten seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ununterbrochen die Format-Spielregeln und berief sich dabei immer wieder darauf, „Innovationen“ einführen zu wollen. Jetzt erklärte sich der britische Microsoft-Chef Gordon Frazer großmütig bereit, dem britischen Nationalarchiv zu helfen.

Archivleiterin Natalie Ceeney wünscht sich dringlichst die Entwicklung einer Software, die alte Dateiformate lesen kann. Sie argumentiert zu Recht, dass digital gespeicherte Daten ähnlich lange haltbar sein sollten wie bedrucktes oder beschriebenes Papier.

Als dauerhafte Lösung für die Datenspeicherung möchte Frazer jedoch ausgerechnet Open XML sehen, wieder eines von Microsofts eigenen Formaten. Er erklärte gegenüber dem BBC sogar, in der IT-Branche gebe es einen „vorherrschenden Trend zu proprietären Dateiformaten“. Zu denen seiner eigenen Firma, dürfen wir wohl annehmen?

(bk)

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