Licht kann Nanotechnik fernsteuern

ForschungInnovation

Physiker der “University of California” in Berkeley bei San Francisco zeigen, wie Licht die “kleinsten Maschinen der Welt” steuern kann. Der neue Durchbruch in der Nanotechnik eröffnet neue Aussichten für die IT und die Medizin.

Wer die “Shapechanger” aus Sience-Fiction- und Fantasy-Büchern kennt, hat fast schon erfasst, was die Studenten der kalifornischen Berkeley-Universität jetzt mit Nano-Partikeln anstellen: Indem Sie diese mit ultraviolettem Laserlicht bestrahlen, verändern sich die Moleküle in den “Azobenzen”-Molekül-Strukturen (mehr dazu im amerikanischen Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Azobenzene) in eine gewünschte Form, berichtet die American Physical Society.

Eine Schicht der ringförmigen Moleküle, aufgebracht auf Gold, reagiert endlich vorhersehbar auf Bestrahlungen von außen – das war in bisherigen Versuchen nicht möglich, denn die Nanopartikel mussten bisher in Flüssikeiten oder Plastik integriert werden, um überhaupt steuerbare Ergbnisse zu erzielen. Damit sich die Moleküle überhaupt bewegen können, mussten zuvor Nanometer kleine Abstände zur Goldschicht mit Hilfe von “Kohlenstoff-Beinchen” geschaffen werden.

Nun können die speziellen Laserstrahlen die Molekülstrukturen kontrolliert verändern – so könnten ferngesteuerte Schalter, Kolben oder andere bewegliche Komponenten auf kleinstem Raum kontrolliert und verändert werden. Die Technik könnte für ultraschnelle Telekommunikations-Switches genutzt werden, aber auch für die non-invasive Chirurgie.


(Bild: Berkeley Univerxsity)

Das Forscherteam bestätigte die Versuche mit Bildern aus dem Elektronenmikroskop: Diese zeigen, wie UV-Laser die Form der Moleküle verändern und zurückstellen konnten. (mk)

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