Blu-ray-Kopierschutz BD+ bereit zum Start

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Die Blu-Ray-Macher stehen unter Druck: Der AACS-Kopierschutz war im Nu geknackt und somit ein Flop – nun soll es das rigide Kopierschutz-System BD+ wieder richten.

Dass das bisherige Kopierschutzverfahren AACS für HD-DVDs und Blu-ray-Disks nicht sicher ist, wurde bereits zum Jahreswechsel eindrucksvoll demonstriert. Nun soll der Schutzmechanismus BD+, der parallel zu AACS eingesetzt wird, dem unberechtigtem Kopieren von Blu-Ray-Filmen den Garaus machen.

Erste Disks mit dem von BD+ Technologies spezifizierten und von den großen Hollywood-Studios sehnsüchtig erwarteten Schutzmechanismus sind nun fertig gestellt. Hersteller von Geräten und Blu-ray-Filmen können den BD+ demnach ab sofort verwenden. 20th Century Fox wird der erste Filmverleih sein, der BD+-Titel anbietet, zum Jahreswechsel dürfte auch Sony Pictures folgen.

Spannend ist freilich die Frage, wie lange BD+ den Bemühungen der weltweiten Crack-Community standhalten wird. Leicht macht es der Schutzmechanismus den Raubkopierern nicht: BD+ arbeitet mit Prüftools, die auf der Player-Hard-/Software in einer virtuellen Umgebung laufen und den Datenstrom auf Manipulation prüfen. Wird eine Veränderung festgestellt, stoppt der Film. Um die Virtual Machine vor Eingriffen zu schützen, wird sie nur dann in den Speicher des Players geladen, wenn sich eine Blu-ray-Disc im Laufwerk befindet. (tkr/mr)

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( – testticker.de)

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