EU will Blu-ray- und HD-DVD-Anbieter auf Wettbewerbswidrigkeiten prüfen

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Der europäischen Wettbewerbskommission sind die exklusiven Vereinbarungen der High-Definition-Anbieter mit Hollywood-Studios offenbar ein Dorn im Auge.

Kaum sind die Verkaufszahlen für die DVD-Nachfolger veröffentlicht (wir berichteten), geht der Kampf der Formate in die nächste Runde. Die Geschäftspraktiken von Anbietern der DVD-Nachfolger sind Stein des Anstoßes für die EU-Wettbewerbshüter. Gerade die Unterstützer von Blu-ray müssten wegen ihrer engen Verbindungen zur Filmindustrie in Hollywood überprüft werden, erklärten EU-Verantwortliche gegenüber dem Wall Street Journal.

Schon im Juni hatte die EU von mehreren Unternehmen Dokumente, E-Mails und Mitschnitte von Telefonaten angefordert. Man wolle zum Beispiel erkennen, ob die Vereinbarungen über die exklusive Veröffentlichung von Filmen in den Formaten Blu-ray oder HD-DVD mit “wettbewerbwidrigen Mitteln” erzielt worden seien.

Die Untersuchungen gegen die Blu-ray-Anbieter seien durch die Lobbyisten des HD-DVD-Lagers angestachelt worden, denn diesen zufolge könnten sie durch die Exklusiv-Verträge der Konkurrenten keine Studios mehr für die Veröffentlichung von Filmen auf HD DVDs gewinnen – Universal Pictures ist wohl der einzige Anbieter, der ausschließlich mit HD DVD arbeiten will. Die EU will sich aber nicht alleine auf eine Seite schlagen und untersucht in beide Richtungen – denn bei beiden Standards wird gehauen und gestochen, was das Zeug hält. Lizenzierungsverfahren beider Seiten stehen nun ebenfalls im Mittelpunkt der Untersuchungen. (mk)

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