Telekom: Gefesselt an der Vergangenheit

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Telekom-Konzerne müssen die Fesseln ihrer Herkunft abstreifen, dürfen sich nicht mehr als gottgegebene Notwendigkeit für den Kunden sehen und sollten schleunigst Marketing-Methoden erneuern und das Budget verdoppeln – empfiehlt eine Studie.

Falls die Ex-Monopolisten und ehemaligen Staatsbetriebe diese Erneuerung nicht schaffen würden, gehen sie unter, warnen die Autoren der Untersuchung, die Analystenfirma Ovum jüngst unternahm. “Die Marke und ihr Image werden entscheidend im heraufziehenden Kampf zwischen Telekom-Unternehmen und den expansiven e-Marken des Internets”, schreibt Telekom-Chefanalytiker Mike Cansfield. Das bisherige Marketing mit simplen Hochglanz-Anzeigen sei da völlig ungeeignet, sich von den günstigen Me-Too-Offerten der anderen Provider abzugrenzen. Die Telekomiker setzen einfach viel zu wenig auf die Technologie, die sie eigentlich besitzen und verkaufen wollen. Und von Strategie keine Spur. Daher wirken Marken wie YouTube, MySpace, eBay, Skype, Google oder RIM um so vieles innovativer. Falls die Telekom-Konzerne es nicht schaffen, dass die Kunden ihre Marke gerne und freiwillig wählen, seien sie dem Untergang geweiht. Punkt. So einfach sei das. (Andrew Charlesworth/rm)

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