Telekom: Zwangsöffnung der Kabelnetze

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Die Bundesnetzagentur verpflichtet den Konzern dazu, der Konkurrenz Zugang zu den Kabelanschlüssen auf den letzten Metern in die Haushalte zu ermöglichen.

Die klare Entscheidung der Behörde entspricht im Kern dem von der EU-Kommission Anfang April gebilligten Entwurf. In den Rohren der Telekom dürften demnach die Wettbewerber eigene Glasfaserkabel verlegen, um so dem VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom Konkurrenz machen zu können.

Wo ein Zugang zu Kabelkanälen nicht möglich ist, sollen die Konkurrenten sogar die Telekom-Glasfaserleitungen selbst nutzen dürfen. Das spare für die Gesellschaft Zeit und Geld und vermeide, dass Straßen für neue Kabelkanäle aufgerissen werden müssten.

Behördenpräsident Matthias Kurth: “Im Interesse der Verbraucher gewährleisten wir nachhaltige wettbewerbliche Strukturen.” Die Telekom verlegt derzeit in 50 deutschen Städten auf der letzten Meile vom Hauptverteiler bis zu den Kästen an den Straßen ein VDSL-Netz parallel zum alten Kupferkabel. Über die neuen Leitungen soll auch Internet-Fernsehen angeboten werden. (rm)

Bild: Telekom

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