Sex am Strand: YouTube gewinnt vor Gericht

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Halb-Promis, die sich öffentlichen Verkehr in Brasilien gönnen, sind selber Schuld. Ein brasilianisches Gericht hat entschieden, dass YouTube nichts dafür kann, wenn jemand die heißen Aufnahmen postet.

Das brasilianische Model Daniella Cicarelli und ihr Banker-Typ namens Tato Malzoni verklagten YouTube, nachdem eine eigentlich ganz zurückhaltende Version ihrer Sexkapaden auf der Video-Site landeten. Ihre Privatsphäre sei beschädigt worden, jammerten sie und hatten Dollarzeichen in den Augen. Von 92.000 Euro je „Ausstrahlungstag“ war die Rede. Und dafür muss auch ein brasilianisches Model lange modeln unter strahlender brasilianischer Sonne.

YouTube versuchte das Video zu sperren, doch es wurde wieder und immer wieder gepostet. Ein brasilianischer Richter verfügte schließlich sogar die komplette Sperrung von YouTube, was er aber natürlich nicht durchsetzen konnte.

Der finanziell hochkarätige Fall führte schließlich zu einem richtigen Gerichtsverfahren. Richter Santini Teodoro entschied nun, dass es dem Pärchen nicht wirklich um die eigene Privatsphäre ging. Wer in der Öffentlichkeit Sex hat, ist nicht wirklich um die eigene Privatshäre besorgt, urteilte er messerscharf.

Laut Teodoro handelte Cicarellio nicht „in gutem Glauben“ – oder eher hinterlistig -, als sie die Klage wegen angeblicher Verletzung ihrer Privatsphäre einreichte. Sie muss nun selbst alle Anwalts- und Gerichtskosten tragen, und dazu noch jeweils 5000 $ an YouTube und andere verklagte Video-Vertreiber abdrücken. Und damit wurde es doch noch eine teure Nummer.

(von Nick Farrell/bk)

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