Spammer geben Pump-and-Dump auf

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Bei diesem betrügerischen Börsenspiel versuchten Spammer, niedrig gehandelte Firmen zu puschen und daraus ihren Gewinn zu ziehen. Das Geschäftsmodell lohnt sich offenbar nicht mehr.

Sie kauften zum niedrigen Cent-Kurs, trommelten in millionenfach versandten Spams für die jeweiligen Firmen, und verkauften nach dem vorübergehenden Kursanstieg. Die finanziell Angeschmierten waren die dummen Nasen, die dem Rat der Spammer gefolgt waren. Im Februar machten Spam-Mails dieser üblen Sorte rund 50 Prozent des gesamten Spam-Aufkommens aus. Im letzten Quartal waren es durchschnittlich rund 30 Prozent, doch in den letzten vier Wochen gingen die Pump-and-Dumps auf weniger als 10 Prozent zurück.

Die US-Börsenaufsicht hat den Handel mit über 30 der betroffenen Firmen ausgesetzt. Das mag den Rückgang teilweise erklären, ebenso wie eine effektivere Filterung. Vielleicht hat aber auch der überzogene Einsatz durch die Spammer die erzielbaren Gewinne schmelzen lassen. Und ihnen blieb nicht mehr genug übrig, um neu an der Börse zu investieren …

(bk)

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