Platzt die Apple-Blase?

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Erst schrien US-Analysten wochenlang Hurra, nun warnen die Marktexperten von Bloomberg alle betroffenen Investoren, dass es eine Apple-Euphorieblase gäbe, die zerbersten könne, wenn erst das iPhone draußen im Markt angekommen ist.

Nach langem Kopfzerbrechen (an stillen Örtchen?) kamen die klugen Köpfe des Börsendienstes Bloomberg doch tatsächlich darauf, dass die Erwartungen ans iPhone mächtig übertrieben sein könnten. Die Voraussagen für Apples Geschäftszahlen wie auch der in die Wolken getriebene Börsenkurs könnten schon bald wieder auf dem Boden der harten Realität aufschlagen, verraten die hochbezahlten Profis ihren Investoren. Selbst Apple ließ sich von der positiven Euphorie anstecken und schätzte die möglichen iPhone-Stückzahlen höher ein als die des iPod. So sollen noch in diesem Monat (!) 200.000 Stück abgesetzt werden. 2008 seien 10 Millionen geplant. Da darf aber mal die Frage erlaubt sein, ob überhaupt solche Produktionskapazitäten zur Verfügung stehen?
Shaw Wu von American Technology Research gibt zu bedenken, dass dieses Produkt nicht so einfach zu verkaufen sei wie ein iPod. Schließlich müssen die Kunden einen Mobilfunkvertrag unterzeichnen. Wu bezweifelt, dass die Kapazitäten überhaupt ausreichen, so viele Verträge in zwei Tagen zu verarbeiten. Sein Tipp: Jetzt noch schnell Apple-Aktien abstoßen.
Zu den Optimisten gehört Analyst Gene Munster von Piper Jaffray. Er traut Apple durchaus einen iPhone-Erfolg zu, sieht aber die Obergrenze bei 8 Millionen Geräten pro Jahr. Credit Suisse legt da noch ein Schippchen drauf und geht von 12,3 Millionen iPhones im Jahr aus. Wo kriegen die immer solch krummen Zahlen her? Im RPG-Stil ausgewürfelt? (Nick Farrell/rm)

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