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Nur Steintafeln halten ewig
Digitale Amnesie
Backups im Unternehmen: Online-Backups
Nur Steintafeln halten ewig
Welche Vorteile bietet Online-Archivierung? Herkömmliche Datensicherungskonzepte sind speziell mit Bandlaufwerken sehr wartungsintensiv. Zudem fehlen gerade kleineren Firmen oft das Know-how und die Zeit für eine ordentliche Administration. Es liegt also nahe, die Sicherung komplett auszulagern. Per Online-Backup ist das besonders komfortabel. Die Haftung für wichtige Daten übernimmt der Anbieter gleich mit.
Ein Vergleichstest in PCpro-Ausgabe 4/2007 (siehe hier) zeigt, dass Firmenkunden mit Online-Backups kein größeres Risiko eingehen als mit herkömmlichen Bandlösungen. Professionell arbeitet jeder der untersuchten Anbieter. Dennoch sollte man sich im Zweifelsfall genau ansehen, ob es ein Anbieter auch wirklich ernst mit sicherer Datenspeicherung meint: Wo und mit welchen Methoden werden die Daten aufbewahrt? Und was taugt die Upload-Software?
Verantwortung auslagern
Deutlicher Pluspunkt für das Online-Backup ist die einfache Erreichbarkeit via Internet. Für Außendienstmitarbeiter macht sich das bezahlt: Sie können wichtige Daten jederzeit und unterwegs sichern. Gut ist auch die größere räumliche Trennung der Produktions- und Sicherungsdaten, was sich bei einer Sicherung in Eigenregie nicht so einfach realisieren lässt. Weiterer Vorteil: Der Provider überwacht die Durchführung des Backups. Vorteilhaft sind beim Online-Backup auch die niedrigen Einstiegskosten bei geringen Datenmengen. Erst wenn die Internet-Verbindung zusammenbricht, erweist sich die Online-Sicherung als Nachteil gegenüber Datenbeständen im eigenen Haus.
Günstig bei kleinen Datenmengen
Für Firmen mit einem überschaubaren Datenvolumen sind Online-Backups ideal. Als »preiswert« gelten in diesem Segment jedoch andere Maßstäbe als bei der Eigensicherung: Anbieter wie Arvato Online Backup übernehmen die Sicherung von 50 GByte für 145 Euro pro Monat günstiger geht es derzeit nicht. Bei größerem Datenvolumen wird es dann allerdings schnell teuer. Unverständlich, zumal es Festplatten- und Bandspeicherplatz inzwischen für wenig Geld gibt.
Der Flaschenhals beim Online-Backup ist die Internet-Anbindung zumindest theoretisch. Die Praxis zeigt, dass sich bereits mit 256 KBit/s Upload dank geeigneter Kompression rund 200 MByte pro Stunde sichern lassen. Standard-DSL-Zugänge mit 16 000 KBit/s bieten sogar Upstream-Raten von 1024 KBit/s, woraus eine Sicherungsleistung von bis zu 800 MByte pro Stunde resultiert.
Fazit: Bequem, aber noch zu teuer
Sie zahlen und der Provider übernimmt die Sicherung. Anbieter wie Web2Know nehmen das richtig ernst und lagern ihren Datenbestand in einem ehemaligen Atomschutzbunker. Und wie der Test zeigt, gibt es unter den Online-Backup-Anbietern kaum schwarze Schafe. Aber noch ist dieser Service gerade bei großen Datenmengen zu teuer.






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