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Nur Steintafeln halten ewig
Digitale Amnesie
Persönliches sicher speichern: Flashspeicher
Nur Steintafeln halten ewig
Flash-Speicher sind deutlich unempfindlicher als Festplatten, da sie ohne bewegliche Bauteile auskommen. Wegen ihrer geringen Masse überstehen sie auch grobe Behandlungen schadlos. Zudem widersteht Flash großer Hitze und arbeitet ebenso lautlos wie energiesparend.
Lebenserwartung zehn Jahre
Bei der Langlebigkeit von Flashspeichern sind die Erfahrungen auf Anwenderseite durchwegs positiv. Auch die PCpro-Redaktion setzt viele USB-Sticks ein für schnellen, weil unkomplizierten Datentransport, in der U3-Variante als mobiles Büro, aber auch für Backups. Ihre Zuverlässigkeit macht die Flashspeicher dabei sehr beliebt. Ausgefallen ist bislang fast kein Stick lediglich ein Kollege berichtet von einem 64-MByte-Speicherstift, der binnen Jahresfrist kaputt ging.
Tipp: Melden Sie einen USB-Stick immer beim Betriebssystem ab, bevor sie ihn abziehen. Das schont nicht nur den Controller und sorgt für eine höhere Lebenserwartung, sondern verhindert auch Datenverlust. Das Abmelden stellt sicher, dass auch alle Informationen auf den Stick geschrieben werden.
Mit konkreten Aussagen zur Lebenserwartung ihrer Produkte tun sich die Hersteller schwer. Zwar gibt beispielsweise Kingston zehn Jahre Garantie auf seine Produkte, ebenso wie Transcend mit der Jet-Flash-Produktreihe. Die Garantie erstreckt sich jedoch nur auf die Funktionsfähigkeit des Speichers, nicht auch die Datenintegrität. Zudem ist die Langlebigkeit nicht unumstritten: Laut Transcend, mit rund 11 Prozent Marktanteil in Deutschland kein kleines Licht, gibt es kaum Rücklauf an defektem Speicher. Mit ihren Garantieangaben vertrauen die Anbieter aber auf die Schnelllebigkeit der Branche und den Preisverfall. So bleibt die Frage, ob man bei Versagen eines Flashspeichers nicht einfach zu einem noch günstigeren und mit mehr Speicherplatz ausgestatteten Produkt greift statt den Defekt zu reklamieren. Für die Langzeitarchivierung eignet sich aber ohnehin nur ein bestimmter Speichertyp.
SLC-Flash fit für Langzeitnutzung
Die beste Empfehlung für den Kauf eines Flashspeichers, der möglichst lange durchhalten soll, lautet: Greifen Sie zu Produkten, die SLC-Chips einsetzen (Single Level Cell). Diese halten durchschnittlich 100 000 Schreib-Lösch-Zyklen pro Speicherzelle aus. Integrierte Controllerchips erkennen zudem, wann ein Speicherblock defekt ist und markieren ihn entsprechend genutzt wird er anschließend nicht mehr. Benachbarte Zellen beeinträchtigt das nicht. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Schreib-Lösch-Zyklen auf 3 bis 4 Millionen. Mancher Anbieter will unter Laborbedingungen sogar schon welche in zweistelligen Millionenhöhe erreicht haben.
MLC-Speicher haben anders als SLC-Chips eine deutlich geringere Lebenserwartung. Hier kommt man mit Controller-Logik nur auf rund 300 000 bis 600 000 Schreib-Lösch-Zyklen pro Speicherzelle.
Tipp: Erkundigen Sie sich vor dem Kauf unbedingt nach dem Typ des Flashspeichers. Auf den Webseiten der Flash-Anbieter findet man oft allerlei Produkt-Spezifikationen, im seltensten Fall aber auch den Speichertyp. Hier heißt es im Zweifelsfall nachfragen.
Fazit: Robuster Speicher mit Potenzial
Mit ihrer Unempfindlichkeit gegen mechanische Beschädigungen und die große Zahl an Schreib-Lösch-Zyklen sind Flashspeicher empfehlenswerter als CDs oder DVDs. Noch sind die Kapazitäten aber zu gering und die Preise zu hoch, um die Festplatte als Backupmedium abzulösen.






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