Hitachi setzt auf Big Brother

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Irgendwie geht der Überwachungsvirus um. Ob England, Deutschland oder USA, ob HP, IBM oder nun auch Hitachi, Bürgern und Mitarbeitern wird unverhohlen auf die Pelle gerückt.

Hitachi wolle alle Gespräche der Mitarbeiter registrieren, um die “interpersonelle Kommunikation” zu beurteilen. Man wolle herausfinden, wer mit wem spricht, wie lange und wer ignoriert werde.
Erreicht werde das ganz simpel durch Namensschilder mit Sensoren, die einen jeden Kontakt zu anderen Kollegen und die Gesprächslängen messen. Zum Glück werden noch nicht die Unterhaltungen selbst protokolliert, aber bis dahin ist auch nur noch ein kleiner Schritt.
Ein Server sammelt alle Sensordaten, analysiert sie und präsentiert dem Boss eine hübsche Grafik. Nun weiß er, wer die Gerüchteschleuder Nummer 1 ist, wer sich kontaktscheu im Büro verkriecht oder wer sich alle fünf Minuten zur Raucherpause verdrückt. Immerhin zeigt die Software auch an, wenn Manager nicht genug mit ihren Leuten interagieren. Schwacher Trost. Die kommerzielle Version soll nächstes Jahr die arbeitende Menschheit erfreuen. (Nick Booth/rm)

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