Rockstar Games bläst die Menschenjagd ab

Allgemein

Das Spiel Manhunt 2 wird es vorerst nicht geben. Der Publisher will seine „Optionen überdenken“.

Das erklärte Take-Two Interactive Software, deren Tochterfirma Rockstar Games für Manhunt verantwortlich ist. Sie wollen jedoch „weiterhin hinter diesem außergewöhnlichen Spiel stehen“.

Es hätte ebenso gut ein anderes Spiel treffen können. Doch die britische Prüfstelle BBFC wollte offenbar ein Zeichen setzen und verweigerte Manhunt 2 jegliche Altersfreigabe, was einem völligen Verbot gleichkommt. Das war in England zum letzten Mal im Jahr 1997 dem Rennspiel Carmaggedon widerfahren.

Der BBFC missfiel an Manhunt 2 insbesondere die äußerst realistische Darstellung und die fehlende Rechtfertigung der gewaltsamen Aktionen. Mit anderen Worten: Hier sind es nicht die eindeutig Guten, die die eindeutig Bösen killen.

Andere europäische Länder zogen mit ähnlichen Verbotsaktionen nach. In den USA wurde das Spiel in die Kategorie „Adults Only“ (AO) gesteckt, was ähnlich der Indizierung in Deutschland einem So-gut-wie-Vertriebsverbot gleichkommt. Das Spiel darf nicht mehr beworben und ausschließlich an Käufer über 18 Jahren abgegeben werden. Nintendo und Sony lassen keine AO-Spiele auf ihren Konsolen zu, für die Xbox war das Spiel nicht vorgesehen. Es bleibt also nur noch die PC-Plattform. Die Ladenketten wiederum führen auch keine PC-Spiele mit AO-Kennzeichnung.

Take 2 will Optionen überdenken – was für Optionen?

(bk)

Variety