Spamhaus sperrt Österreich aus

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Die Ösis sind in Aufruhr – zumindest ihre Internet-Provider. Sie empören sich über die „Wildwest-Methoden“ der Spambekämpfer.

„Die Anti-Spam-Szene ist genauso radikal wie die Spammer selbst“, wettert etwa Wolfgang Breyhar. Er ist Postmaster der Uni Wien, die wiederum als Upstream-Provider für NIC.at aktiv ist. Nicht weniger empört ist Richard Wein, Geschäftsführer von NIC.at: „Die hängen zehn auf und denken sich, einer wird’s schon gewesen sein.“

Spamhaus.org hat den Mailserver der österreichischen Registry NIC.at wegen wissentlicher Spam-Unterstützung gesperrt. Begründung: NIC.at war wochenlang nicht der Aufforderung nachgekommen, Domains zu löschen, die für betrügerisches Phishing verwendet wurden. Eine Sperre durch Spamhaus ist äußerst wirksam, da die schwarzen Listen von Spamhaus in vielen Mail-Servern voreingestellt sind.

Die Ösis hatten die Phishing-Domains nicht aus dem Verkehr ziehen wollen und sich dabei auf rechtliche Unsicherheiten berufen. Daraufhin fackelten die kompromisslosen Spamhäusler nicht lange. Das fand auch der McAfee-Experte Chris Barton ganz richtig und empfahl den Leuten von NIC.at, „sich ein paar Eier wachsen zu lassen“ und endlich etwas zu unternehmen.

(bk)

ORF

McAfee

Spamhaus Block List (SBL)