Mehr Outsourcing bei AMD

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AMD/ATI bewegt sich weiter in Richtung auf eine reine Entwicklungsfirma. Verrät ein neuer Bericht von Citygroup.

Der Chiphersteller hat schon lange Probleme mit der Herstellung und erheblich in neue Kapazitäten sowohl in Amerika als auch in Deutschland investiert. Doch die Chips wollen einfach nicht kommen – wie die Verzögerungen bei Barcelona und R600 zeigen. Das führt viele Beobachter zur Frage, wie effektiv AMDs eigene Produktion tatsächlich ist.

Citygroup-Analystin Gleny Yeung zufolge hat AMD jetzt Pläne bestätigt, die eigene Herstellung zu reduzieren. Yeung schließt daraus, dass AMD die Herstellungskapazität in Dresden sowie New York teilweise veräußern und einen größeren Teil der Produktion an die Auftragshersteller TSMC und Chartered vergeben wird.

AMD steht einem Wettbewerber gegenüber, dessen Stärke vor allem in der eigenen Herstellung liegt. Intel hat in den letzten zehn Jahren Milliarden investiert, um seine Produktionsanlagen mit der aktuellsten Technologie hochzurüsten – und hatte daher keine Probleme mit der Ausführung, sondern nur mit der Entwicklung.

Wenn AMD tatsächlich das eigene Geschäftsmodell in dieser Weise ändert, dann ist das eine völlige Abkehr von der bisherigen Strategie, in Produktionskapazität zu investieren. Doch die Wall Street bekommt Panik angesichts von AMDs geschäftlichen Ergebnissen, und Intel knabbert am Marktanteil, den AMD gewonnen hatte. Vielleicht gibt es nur diesen Weg für AMD/ATI, wieder wettbewerbsfähig zu werden.

(Wily Ferret/bk)

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