Fauler Kompromiss zwischen Telekom und verd.di?

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Die Telekom-Service-Mitarbeiter werden 6,5 Prozent weniger verdienen und 38 Stunden die Woche arbeiten. Dafür werden bis Ende 2012 keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Entwarnung für die Telekom-Mitarbeiter?

Auf die Kompromisslösung der “moderaten Arbeitszeiterhöhung” gegenüber relativer Kündigungssicherheit einigten sich die Tarifpartner Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di, berichtet Reuters. Nach monatelangen Auseinandersetzungen und einem mehrwöchigen Streik, der sich auch auf die Leistungen anderer Kommunikationskonzerne auswirkte (wir berichteten), ist erst einmal Aufatmen für die Mitarbeiter angesagt.

Mitarbeiter der IT-Branche, die oft 60-Stunden-Wochen leisten, können von solchen Konditionen nur träumen – ist es also nur ein Zeitaufschub für die Telekom-Kollegen?

Telekom -Chef René Obermann möchte 50.000 Mitarbeiter bereits im Juli in Service-Gesellschaften auslagern, die Firma soll T-Service heißen. Er verspricht sich Kosteneinsparungen von 500 bis 900 Millionen Euro und eine Verbesserung des Services. Ob dies funktioniert, muss sich zeigen.

ver.di will noch heute in Köln über die erzielte Lösung beraten und kommende Woche in einer Urabstimmung die ver.di-Mitglieder befragen. (mk)

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