BenQ lässt sich noch blöderen Namen einfallen

Allgemein

Sie machen es wie die SED und benennen sich um – um nicht immer wieder über die eigene Vergangenheit zu stolpern.

Erinnert sich noch jemand an einen Laden namens Multitech, der auch schon PCs baute? Aus dem wurde Acer. Aus dem taiwanesischen Acer-Imperium löste sich ein Teil heraus, das sich vor ein paar Jahren in Benq umbenannte. Es wurde zumeist wie „Benq“ ausgesprochen und klang wie ähnlich wie das englischsprachige „bank“. Mit dem großen Q hofften sie, den Rest der Welt zu einer Aussprache ähnlich „Ben Kju“ bringen zu können.

Das Q zumindest bleibt uns erhalten. Während der chinesische Namen des Unternehmens „Jias Da“ heißen wird, lautet der offizielle englischsprachige Name in Zukunft Qisda. Das soll stehen für „quality innovation speed driving achievements“. BenQ wird weiterhin als Tochterfirma von Qisda bestehen bleiben und auch als Marke weiterleben.

Das alleinstehende Q ohne das nachlaufende „u“ ist in den letzten Jahren so etwas wie ein Trend in der High-Tech-Industry geworden – wie etwa bei Qimonda. In diesem Fall wird das Q wie ein K ausgesprochen. Doch würde das obligatorische „u“ dem Q von Qimonda angefügt, hätten wir eine ziemlich anstößige Bedeutung.

Würde hingegen das fehlende „u“ in Qisda eingefügt, müsste BenQ sich noch eine Bedeutung aus dem „u“ quetschen, wie sie es offenbar mit „quality innovation speed driving achievments“ getan haben.

Und sie haben nicht etwa qality geschrieben. Was die Qalität der Namensgebung angeht – wem fällt zu dem Qatsch noch was ein?

(bk)

Linq

Digitimes