Rohrkrepierer Handy-Payment

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Das Bezahlen per Mobiltelefon hat sich in Deutschland noch nicht richtig etabliert. Die Folge: Eine Sinnkrise.

Zum einen mangelt es an der Akzeptanz in der Bevölkerung, zum anderen an praktikablen Lösungen. Dies ergab eine Untersuchung der Uni Augsburg. “Was der deutsche Markt braucht, ist eine Bank, die sich mit einem wirklich guten Konzept aus der Deckung wagt”, bringt es Arbeitsgruppenleiter Key Pousttchi auf den Punkt. Er sieht in der Payment-Wüste des Landes sogar eine Bedrohung für den gesamten mobilen Kommerz.
“Derzeit haben kleine Unternehmen, die Content für das Handy entwerfen, lediglich die Chance, über Premium-SMS abzurechnen”, moniert Pousttchi. Dabei fließen bis zu zwei Drittel der Einnahmen in die Taschen der Provider. Das Geschäftsmodell funktioniere aber nur bei Erotik, Klingeltönen oder Logos.
So bedeutende Länder wie Belgien oder Spanien haben nationale Kooperationen zwischen allen Mobilfunkanbietern und marktführenden Banken auf die Beine gestellt. In unserer Bananenrepublik scheiterten bislang alle Ansätze. Dabei wären laut den Untersuchungen der Augsburger die Kunden sogar bereit, Summen bis zu einer Höhe von 1.500 Euro per Handy zu begleichen, wenn Sicherheit und Seriösität gewährleistet wären.
Rückenwind für das Zahlen via Handy erhofft sich die Branche nun vom EU-Projekt Secure Mobile Payment Service (Semops), das derzeit in drei Ländern getestet wird. Doch Semops fungiert dabei aber nicht als Payment-Anbieter, sondern ist ein Technologie-Enabler und muss durch einen Provider oder eine Bank angeboten werden. Da waren sie wieder, unsere drei Probleme… (rm)

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