Motorola-Chef: Konzern hält an deutschen Standorten fest

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Im Herbst wird die in Flensburg verbliebene UMTS-Handyproduktion von Motorola nach China verlagert. 230 Mitarbeiter sind betroffen.

Nach Siemens Mobile/BenQ trifft es noch einen zweiten Handy-Hersteller in Deutschland: bei Motorola schließt die Mobiltelefon-Produktiuon in Flensburg ihre Pforten. Aber trotzdem geht der Chef von Motorola Deutschland, Ralf Gerbershagen, davon aus, dass Motorola an den vier Standorten in Deutschland – Taunusstein, Flensburg, München und Berlin festhält. Das sagte Gebershagen zumindest gegenüber der Zeitung Tagesspiegel.

Gerbershagen erwartet weiter, in Kürze einen Käufer für die Logistik in Flensburg gefunden zu haben. Die Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen. Gesucht werde jemand, der die Logistik-Leistung am Standort zum Teil übernimmt. Zu Informationen, wonach Motorola auch mit der Posttochter DHL verhandelt, wollte er sich nicht äußern, berichtet der Tagesspiegel.

Den Milliarden-Auftrag für den Aufbau des digitalen Polizeifunks in Deutschland hatte der Konkurrent EADS bekommen. Dennoch sieht Gerbershagen noch Chancen für Motorola, denn in einem zweiten Schritt kommen die Ausschreibungen der Bundesländer für die Digitalfunkgeräte. Da werde sich sein Unternehmen beteiligen.

Gerbershagen kündigte an, dass Motorola noch in diesem Jahr Settop-Boxen für den Empfang von digitalem Fernsehen in Deutschland einführen werde. Vielleicht rettet das Arbeitsplätze. (mt/mk)

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