Kodak verbessert den Fotosensor

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Das klingt fast zu gut um wahr zu sein: Ein neuer Foto-Sensor von Kodak soll auch bei schlechter Beleuchtung noch klare Bilder liefern. Das funktioniere, weil er 4x empfindlicher sei als bisherige Chips.

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Wer diesen Sensorchip in seiner Kamera habe, könne den Blitz getrost zu Hause lassen, verspricht Mike DeLuca von Kodak: “Durch eine neue Aufbaumethode des Imagesensors konnten wir die Empfindlichkeit bis zum Vierfachen erhöhen” – und sucht seine Behauptung mit diesen Vorher-/Nachher-Fotos (Bilder) zu untermauern.
Der Sensor sorge nicht nur in schlecht beleuchteten Räumen für bessere Aufnahmen und weniger Farb- und Dunkelrauschen, sondern komme auch mit einem Viertel der Verschlusszeit aus – die Gefahr einer Verwacklung des Motivs sinkt, was sich positiv auf die Bildschärfe auswirkt.
Bei aktuellen Fotosensoren fangen die einzelnen Pixel entweder Rot, Grün oder Blau auf. Dabei sind die Hälfte der vorhandenen Bildpunkte Grün-Detektoren, je ein Viertel für Rot und Blau zuständig. Die Anordnung beruht auf der so genannten Bayer-Matrix, benannt nach seinem Entwickler Bryce Bayer. Der neue Kodak-Chip enthält zusätzliche panchromatische Sensoren, die nur die Helligkeit registrieren. Ein Zwölf-Megapixel-Sensor enthalte dabei sechs Millionen panchromatische Pixel, drei Millionen grüne und je 1,5 Mio. rote und blaue Pixel. Ein spezieller Software-Algorithmus errechne dann das Farbfoto, so DeLuca.
Die ersten fertigen Sensoren mit der neuen Technologie wird es 2008 geben. Kodak plant, sie in eigene Produkte einzubauen als auch Fremdherstellern zur Verfügung zu stellen. Der vielversprechende Sensor soll helfen, die blutigen Verluste aus dem traditionellen Fotogeschäft auszugleichen. (rm)

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