Google fordert Funklizenzen für offenes Wi-Fi-Netz

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In den USA steht eine Auktion von Funklizenzen im 700-MHz-Bereich bevor. Google will einen Teil davon für ein neues Breitbandnetz reserviert wissen.

Der Frequenzbereich ist eigentlich für digitale TV-Übertragungen gedacht. Die Suchmaschinen-Strategen schlagen jedoch vor, einen Teil dieses Spektrums (722-728 MHz) in erster Linie oder ausschließlich für Breitbandkommunikation zu nutzen. Öffentliche Interessengruppen erheben ebenfalls die Forderung nach einem „offenen, breit zugänglichen und erschwinglichen“ Internet.

Zu entscheiden hat die unabhängige Behörde Federal Communications Commission (FCC). Sie erhielt bereits 250.000 Eingaben von Bürgern, die sich für das offene Netz aussprachen.

Die Telekommunikationsunternehmen in den USA – und besonders lautstark AT&T – drängen die Politik schon seit längerem zu einer Aufgabe der Netzneutralität, um zum Beispiel für die bevorzugte Durchleitung von Inhalten noch einmal die Hand aufhalten zu können, während sie andere Inhalte in den Stau einer langsameren Nebenspur umleiten wollen.

Die Übertragung von Medieninhalten über das Internet wäre damit nur noch zu Premium-Preisen möglich. Mit einem offenen, landesweiten und kostengünstigen Netz wollen Google & Co diese Maut-Kassierer-Taktik durchkreuzen.

(bk)

USA Today