Silicon-Valley-Unternehmen gründen Klimaschutz-Initiative

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Gestern unterzeichneten in Mountain View, Kalifornien, zahlreiche Hersteller einen Vertrag, in dem sie sich für Energiesparen und Klimaschutz einsetzen.

Die Liste der Gründer der “Climate Savers Computing Initiative” liest sich wie ein Who is who der Computerindustrie, vermengt mit ein paar Einsprengseln aus Energiefirmen, Politik und Umweltschutz: Mit von der Partie im gestern gegründeten Verein sind Intel, Google, HP, Dell, EDS, IBM, Lenovo und Microsoft aus der IT-Branche, Energielieferant Pacific Gas, die Umweltschutzbehörde der USA und der WWF.

Das Konsortium hat sich die Senkung des Stromverbrauchs von PCs und Servern auf die Fahne geschrieben. Ohne in die Einzelheiten zu gehen, haben sich die Mitglieder verpflichtet, energiesparende Technologien zu entwickeln und verwenden und zudem eine großen Klimaschutz-Werbekampagne zu finanzieren.

Intel-Mann Pat Gelsinger frohlockt, die Umsetzung der Pläne und Ziele aus der Initiative würden für den Klimaschutz den gleichen Effekt bringen wie die Stilllegung von 11 Millionen Autos. Die Hardware sei dann zwar rund 20 Dollar teurer, aber die hätte man in zwei Jahren durch die niedrigere Stromrechnung wieder hereingeholt.

Kritiker meinen, Google wolle durch seinen Einsatz den eigenen Slogan “Wir sind die Guten” weiterhin nach außen vertreten, Intel seine Energiesparprozessoren besser vermarkten und alle beteiligten PC-Hersteller würden damit höhere Preise rechtfertigen. Auch wenn sie nicht unbedingt die Energiespar-Techniken einbauen. (mk)

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