Wir töten P2P!

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Verspricht eine Anti-Piraten-Firma dem US-Parlament. Wenn es die Universitäten per Gesetz zwingt, ihre Software zu kaufen, um die Filesharing-Dienste zu eliminieren.

In einer Anhörung vor dem Kongressausschuss für Wissenschaft und Technologie warf SafeMedia Corp den Universitäten und Colleges vor, nur zögerlich gegen die Nutzung illegaler Tauschbörsen vorzugehen. Eine einfache technische Lösung für das behauptete politische Problem sei es, die von dieser Firma entwickelte Software „P2P Disaggregator“ (P2PD) einzusetzen. Sie könne „verunreinigte P2P-Netzwerke“ zerstören, indem sie für eine Trockenlegung der illegalen Inhalte sorgt. Der illegale P2P-Verkehr werde aufgehalten, während legale Inhalte über P2P-Dienste wie BitTorrent zulässig bleiben. P2PD soll als Subnet fungieren, so dass die vorhandene Netzwerk-Topologie nicht verändert werden muss.

SafeMedia-CEO Safwat Fahmy versprach sogar die Erkennung und Verhinderung von verschlüsseltem Datenverkehr, da 90 Prozent der illegalen P2P-Downloads in verschlüsselter Form erfolgen und herkömmliche Filtertechniken somit weitgehend wirkungslos bleiben. Seine Angaben zum verwendeten Verfahren bleiben allerdings widersprüchlich bis nebelhaft:

„Ich nehme die Sorge um den Erhalt der Privatsphäre sehr ernst. Deshalb öffnet das von uns implementierte P2P niemals übertragene Datenpakete. Wir beobachten vielmehr die unzähligen, sich ständig verändernden illegalen P2P-Protokolle / Netzwerke und aktualisieren unser System ständig, um nur diese illegalen Übertragungen zu blockieren.“

Eine unbewiesene Behauptung – aber die Volksvertreter werden es vielleicht gerne glauben wollen.

(Nick Farrell/bk)

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