Leopard springt auf ZFS

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Apple zeigt Microsoft wieder mal die Rücklichter. Während in Vista keine Spur des versprochenen WinFS zu finden ist, nutzt Apple im nächsten OS X das leistungsfähige Dateisystem ZFS – von Sun entwickelt und Open Source.

Der pferdeschwänzige Sun-CEO Jonathan Schwartz hat das Gerücht bestätigt. Wie er erklärte, wird ZFS „das Dateisystem“ von OS X 10.5 „Leopard“ sein. Damit geht bei Apple das Dateisystem HFS+ über Bord, das seit 1998 kaum verändert wurde. ZFS geht an die physikalischen Computing-Grenzen: Die 128-Bit-Zeiger sichern Dateien bis zu 16 Exabyte. Den Entwicklern von Sun zufolge verkraftet es mehr, als derzeit auf diesem Planeten an Speicherplatz genutzt wird.

Sie sprechen außerdem von den „Selbstheilungskräften“ des Dateiystems, das selbst Plattenausfälle zu kompensieren vermag. Das wiederum passt gut zu der von Apple versprochenen integrierten Backup-Lösung namens Time Machine, über die noch nicht allzu viele Einzelheiten bekannt sind.

ZFS wurde von Sun für das eigene Betriebssystem Solaris entwickelt und steht inzwischen unter einer Open-Source-Lizenz.

Windows Vista sieht nun im Vergleich erst richtig richtig alt aus. Microsoft hatte lange an einem neuen Datenbank-basierten Dateisystem namens WinFS gestrickt und es mit der ganzen teuren Entwicklungsmaschine doch nicht hin bekommen, so dass sie das Projekt still und leise aufs Abstellgleis schieben mussten. NTFS aber beginnt unter dem Gewicht des zunehmenden Medienkonsums zu ächzen.

Apple hingegen setzt mit ZFS auf das beste Modul, das zu finden war. Es könnte sich als entscheidende Waffe im Kampf der Betriebssysteme erweisen.

(Wily Ferret/bk)

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