Nanobook killt den UMPC

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Und erledigt den letzte Woche vorgestellten Palm Foleo sowie den OLPC gleich mit. Preis, Gewicht und Leistung des Referenzdesigns von VIA überzeugen.

Das auf der Computex in Taipeh vorgestellte Nanobook wiegt weniger als 900 Gramm. Die Bildschirm-Diagonale von 7 Zoll entspricht etwa der von gängigen UMPCs, doch der größere Gehäuseumfang ermöglicht dennoch eine Tastatur, die fast schon nach 10-Finger-Schreiben aussieht. Das 23 cm breite Gehäuse lässt noch Platz für weitere Bedienelemente neben dem Display – und manche Hersteller könnten sich zu einer Bildschirmgröße bis zu 10 Zoll entschließen.

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Schon durch die Tastatur bietet das Nanobook einen weit größeren Nutzen als ein UMPC. Das Beste aber ist der Preis von knapp 600 US-Dollar inklusive Windows XP oder Vista. Damit unterbietet das Nanobook alle bisherigen UMPCs und kommt unter dem Strich schon nahe an Negropontes OLPC heran, der sich andererseits laufend verteuert und schon lange nicht mehr 100-Dollar-Laptop genannt werden kann. Das Nanobook soll wie der OLPC auch mit einem Linux-Betriebssystem angeboten werden, was weiteren preislichen Spielraum verspricht.

Die Hardware wiederum geht weit über die von OLPC oder Palms Foleo hinaus: C7-Chip mit 1,2 GHz, 1 GB RAM, Festplatte mit 30 oder 60 GB, Cardreader für verschiedene Formate, 2 USB-Ports, Bluetooth, 802.11g, Ethernet, Mikrofon, Lautsprecher.

Das Ultra Mobile Device (UMD) bleibt wie alle mobilen Geräte ein Kompromiss, aber er scheint gut gelungen zu sein. Als Hersteller sind bereits First International Computer (FIC) und Packard Bell im Gespräch, und die ersten Geräte sind in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten.

(Doug Mohney/bk)

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