Ermittlung wegen Kinderpornos in virtueller Welt

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Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt: Deutsche Pädophile hatten in “2nd Life” sowohl mit virtuellen als auch realen Kinderpornos gehandelt.

“Second Porn” könnte man den aktuellen Fall nennen, in dem die Bremer Staatsanwälte ermitteln. Über den Fall berichtete das ARD-Politikmagazin ‘Report Mainz‘ gestern (als Realvideo-Stream hier) und bezeichnet die virtuelle Welt “Second Life” als Spiel. Keineswegs spielerisch gingen aber die Verdächtigen Nutzer vor: sie verbreiteten sowohl virtuelle als auch reale kinderpornografische Inhalte in der Parallelwelt.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Bremen hat bei einem davon belastendes Material sichergestellt. Bei dem Beschuldigten hatten die Polizeibeamten in einer Hausdurchsuchung vergangene Woche einen PC beschlagnahmt. Auf diesem habe man trotz Löschungsversuch die illegalen Inhalte finden können, so der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Jörn Hauschild, gegenüber dem Fernsehmagazin.

In den weiteren Auswertungen der Festplatte könnte sich ergeben, dass noch weitere Personen verstrickt sind.

Schon nach Ausstrahlung eines ersten deutschen Berichts zum Thema hatte2nd-Life-Betreiber Linden Lab angekündigt, den Jugendschutz mit einem Altersprüfsystem zu verbessern. Wie im echten Leben soll es dann auch in der virtuellen Welt Orte geben, zu denen Minderjährige keinen Zutritt haben. Die Entwicklung ist bis jetzt aber noch nicht abgeschlossen. (mk)

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