OmniVision: Licht und Schatten

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Der Optik-Chip-Hersteller war gestern Abend zum US-Börsenschluss noch mit sehr guten Quartalszahlen herausgeplatzt. Der Jubel blieb allerdings aus.

Die südkalifornische OmniVision stellt Halbleiter her, die optische Signale registrieren und verarbeiten können. Diese Camera-Chips werden in Camcorder, Handys oder auch in Überwachungssystemen eingebaut.

Firmenanalyst Michael Masdea von der Credit Suisse glaubt, OmniVision könne davon profitieren, dass die Hersteller von Kamera-Handys zunehmend hochwertige Sensoren einbauen. Manche Marken würden gleich zwei optische Sensoren verwenden, um die Geräte für Videokonferenzen tauglich zu machen.

Branchenexperte Daniel Gelbtuch von CIBC befürchte allerdings, dass OmniVision in diesem Jahr Marktanteile an Wettbewerber verlieren wird. Sein Kollege Tristan Gerra vom Broker Robert W. Baird schließt sich dieser Befürchtung an. Er glaubt, dass sowohl Micron als auch Samsung Marktanteile gewinnen können. Die Börsenanleger hörten offenbar genau zu, denn prompt wurde OmniVision an der Nasdaq mit über 6 Prozent Kursverlust abgestraft. (rm)

Bild: OmniVision

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