AMD träumt von der CPU in jedem Laternenmast

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Der Chipmacher stellte zwei neue Sparchips vor. Der Sempron 2100+ kommt mit 9 W, der Geode LX800 laut AMD sogar mit nur 0,9 W aus. Sie sind für industrielle Zwecke, Telekom-Infrastruktur und Fahrzeuge gedacht.

Der Sempron 2100+ bringt 64-bit-Computing in einen Bereich, der bislang von speziell angepassten Prozessoren und verschiedenen proprietären Betriebssystemen geprägt war.

Erfüllt AMD mit den neuen Angeboten die Erwartungen der Autoindustrie, erschließt sich unter Umständen ein zahlenmäßig gewaltiger Markt. Ein großer Hersteller allein könnte über 50 Millionen CPUs jährlich in seinen Fahrzeugen verbauen.

Die beiden Prozessoren sollen mit dem AMD-Chipset M690T harmonieren und in einen modifizierten S1-Sockel passen, der besonders unempfindlich gegen Stöße und Vibrationen ist. Sie sind funktionsfähig in Umgebungen zwischen – 40 Grad und + 85 Grad Celsius und entsprechen damit verschiedenen Industriestandards.

Bei der Opteron-Einführung in New York im April 2003 erklärten gewisse AMD-Chefs, ihre Prozessoren würden früher oder später in Laternenmasten und Ampeln stecken. Sie ernteten damals reichlich viel Gelächter, doch die Leute von AMD lachten nicht mit. Nun bewahrheitet sich die Vorhersage, wenn auch mit Semprons statt der lautstark beworbenen Opterons.

(Theo Valich/bk)

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