Wackelt der Google-Doubleclick-Deal?

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Die US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission untersucht den Google-DoubleClick-Kaufvertrag.

Die FTC wird entscheiden, ob der 3,1-Milliarden-Kauf den Internet-Werbemarkt nicht zu einseitig verändert. Normalerweise wäre für eine solche Kartellprüfung das Justizministerium zuständig, doch die für ihre Schärfe berüchtigte FTC kümmert sich zunehmend um den Internet-Markt.

Google schnappte vorigen Monat der Microsoft Corp. den Online-Werbespezialisten DoubleClick weg (wir berichteten). Das brächte dem Marktführer weitere gut 1.500 Firmenkunden ein – und einen enormen Vorsprung im Online-Werbemarkt.

Dagegen hatten Daten- und Marktschützer wie das Electronic Privacy Information Center, das Center for Digital Democracy und die Public Interest Research Group ihre offiziellen Beschwerden bei der FTC eingereicht (wir berichteten). Sie verlangen von der Kommission, den Merger zu blockieren, sofern nicht beide Firmen feste Zusagen machen, die Privatsphäre der Internet-Kunden schützen zu wollen.

Google zeigt sich trotz FTC-Untersuchung zuversichtlich, dass sich am geplanten Zusammenschluss nichts mehr ändern werde. Und mit Yahoo und Microsoft gäbe es ja rege Konkurrenz im Markt. Von einem Monopol könne also keine Rede sein. (rm)

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