P2P-Netzwerke greifen an

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Als Piraten-Netzwerke sind sie schon lange in Verruf. Jetzt werden sie zunehmend für DDos-Angriffe eingesetzt, ohne dass die Benutzer etwas davon ahnen.

Die File-Sharing-Netzwerke werden manipuliert, um zahlreiche PCs zum Angriff auf andere Maschinen zu verleiten. Die eigentlich zum Datentausch verbundenen Rechner greifen zusammen eine einzelne Maschine an und überfluten sie mit Traffic bis zum Crash.

Der angegriffene Rechner muss nicht selbst zum P2P-Netzwerk gehören. Die Hacker-Methode besteht in falschen Einträgen in der Datenbank – so wird etwa für eine besonders populäre Datei eine Zieladresse angegeben, die angegriffen werden soll. Selbst BitTorrent kann für einen DDos-Angriff (Distributed Denial of Service) missbraucht werden.

Die bis vor kurzem kaum bekannte Angriffsmethode mit P2P ist im Kommen, so Darren Rennick von der Internet-Sicherheitsfirma Prolexic: „Bis zum Januar dieses Jahres haben wir noch nie ein manipuliertes und zum Angriff eingesetztes Peer-to-Peer-Netzwerk erlebt. Jetzt sehen wir das ständig.“

„In dem Maße, in dem P2P-Netzwerke erfolgreicher werden, wird das zunehmend zu einem Problem“, erklärt Sanjay Rao von der amerikanischen Purdue University. „Es könnte potenziell noch viel schlimmer als mit den Botnets werden.“

(Nick Farrell/bk)

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