Nokia geht es gut – Motorola weniger

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Während Nokia sich rühmen kann, den riesigen Markt der Einsteiger-Handys geknackt zu haben, baut Motorola weitere 4000 Jobs ab.

Nokias CFO prahlte vor kurzem gegenüber Analysten mit einem Rohgewinn von über 25 Prozent bei 40-$-Handys. Er verglich dieses Ergebnis mit dem typischen Mobiltelefon von Sony Ericsson, das für rund 180 $ über den Tisch geht und einen Rohgewinn von 30 Prozent einfährt.

Doch Nokia setzt gewaltige Mengen der Einsteiger-Handys um. Im letzten Jahr verkaufte der Hersteller rund 150 Millionen von ihnen, und das machte 42 Prozent oder annähernd die Hälfte aller verkauften Mobiltelefone aus.

Da die Emerging Markets im mobilen Bereich immer wichtiger werden, liegt Nokia offenbar gut im Trend. Im Gegensatz dazu ist Motorola weit von der alten Erfolgsspur abgekommen. Wie der Analyst Jayker Shah kommentierte, verfügt Motorola über keine wirklich eigenständigen Produkte mehr. Das gilt auch für das besonders dünne Razr, seit Anbieter wie Samsung ganze Produktreihen von ultraschlanken Handys anbieten.

Der US-amerikanische Hersteller will jetzt noch mehr Stellen abbauen als bislang angekündigt. 4.000 weitere Beschäftigte müssen gehen. Damit baut Motorola im Jahr 2007 rund 11 Prozent der Stellen ab – das sind 7.500 von 66.000 Mitarbeitern.

(Tony Dennis/bk)

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