Apples Musik ohne DRM – aber mit Giftpille

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Die Digitale Restriktions-Verwaltung fällt. Doch Apple verbirgt reichlich identifizierbare Informationen über den Käufer in den Tracks. Und will nicht sagen, warum.

Wie Ars Technica herausfand, enthalten die ohne DRM verkauften Songs den vollen Namen des Benutzers und seinen E-Mail-Account. Das macht Apple nicht nur in der DRM-freien Musik, sondern in allen im iTunes-Store gekauften Songs. Warum auch in der DRM-freien Musik?

Landet ein Song in einer Tauschbörse – ob mit oder ohne Mitwirkung des Käufers – wäre er leicht wegen Urheberrechtsverletzung zu belangen. Ars Technica weist außerdem auf das mögliche Spoofing der Informationen hin, so dass jemand die Musik mit den identifizierbaren Daten eines anderen in Umlauf bringen könnte.

Möglicherweise sind Apple und die Musikbranche besonders wegen dem besorgt, was sie „gelegentliche Piraterie“ nennen, dem gelegentlichen Tausch von Musik zwischen Freunden.

Die Giftpille der integrierten Nutzerdaten wird man los, indem man die Tracks in MP3-Dateien konvertiert, doch ist die Transkodierung mit einem Qualitätsverlust verbunden.

Warum integriert Apple die Nutzerdaten, was bezweckt die Firma damit heute oder irgendwann? Die eigene Firmenkultur verbot es Apple natürlich, auf eine so impertinente Frage zu antworten.

(Nick Farrell/bk)

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Ars Technica