Neue Vorwürfe: HP spionierte bei Dell

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Ein früherer Manager warf HP den Einsatz illegaler Spitzelmethoden gegen die Konkurrenzfirma Dell vor. An diesen Vorwürfen ist was dran, sagt das Wirtschaftsmagazin Fortune. Und Dell ist beunruhigt.

Der ehemalige HP-Vizepräsident Karl Kamb war von HP gefeuert und verklagt worden. In einer Gegenklage erhob er den Vorwurf, selbst von seinem Ex-Arbeitgeber bespitzelt worden zu sein – und zwar bereits rund ein Jahr, bevor der HP-Spionageskandal wegen der Bespitzelung von Journalisten und Managern öffentlich wurde. Ein Richter zwang ihn jedoch zur Rücknahme dieser Gegenklage, ohne die Gründe dafür offen zu legen.

2007 packte Kamb dann weiter aus, HP habe auch die Konkurrenz bespitzelt. Das Wirtschaftsmagazin Fortune berichtet inzwischen, dass der Vorwurf der Dell-Bespitzelung durch neutrale Hinweise bestätigt wurde. Dell-Sprecher Bob Pearson erklärte dazu:

„Je mehr wir uns damit beschäftigen, um so mehr beunruhigt es uns.“

Wenn Fortune richtig liegt, dann ist der Hersteller teurer Druckertinten ein gewohnheitsmäßiger Schnüffler und kein Ersttäter mehr, wie bislang behauptet wurde.

(Nick Farrell/bk)

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Spionage zwischen HP und Dell?