BenQ-Pleite: Teures Nachspiel für Ex-Mitarbeiter

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Als ob die Pleite des Handyherstellers nicht schon schwierig genug für die ehemaligen Mitarbeiter wäre, sollen gut zehn Prozent der Belegschaft auch noch Geld zurückzahlen.

BenQ Mobile könnte für viele Beschäftigte ein teures Nachspiel haben, berichtete die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Gut 170 Ex-Mitarbeiter sollen laut Insolvenzverwalter Martin Prager insgesamt 5,2 Millionen Euro an Prämien und Sonderleistungen zurückzahlen, die sie kurz vor der Insolvenz im September noch erhalten hatten. Das sind im Schnitt pro Kopf gut 30.000 Euro.

Der Verwalter wolle die Betroffenen in den nächsten Tagen per Brief über die Rückforderungen informieren. Laut Insolvenzordnung sei er verpflichtet, diese Gelder zurückzufordern, weil sie entweder zum Zeitpunkt der Auszahlung noch gar nicht fällig waren oder aber bereits in Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit erfolgten. Das Gesetz verlange, dass kein Gläubiger bevorteilt werde. Andere Mitarbeiter, die beispielsweise Abfindungen vereinbart hatten, waren dagegen leer ausgegangen. (rm)

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