„WLAN-Dieb“ muss nicht ins Gefängnis

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Bis zu fünf Jahre Gefängnis drohten einem Mann im US-Staat Michigan. Er parkte mit seinem Auto vor einem Café, um seine E-Mails über dessen WLAN abzurufen.

Nach einem Anti-Hacker-Gesetz aus dem Jahr 1979, das im Jahr 2000 auf WLANs ausgeweitet wurde, war das illegal. Sam Peterson wusste das nicht, und selbst die Café-Besitzerin Donna May wusste es nicht. Ihre Gäste dürfen das unverschlüsselte WLAN kostenlos nutzen. Doch Peterson ging nicht in das Café, sondern parkte nur davor.

Dass Peterson in seiner Mittagspause immer wieder vor dem Union Street Café parkte, fiel schließlich auf. Von der Polizei befragt, gab er sein „Verbrechen“ unumwunden zu.

Die Staatsanwälte kannten die Gesetzeslage sehr wohl. Sie erklärten selbst, darüber froh zu sein, dass sie bislang keine Anklage auf Grundlage dieses Gesetzes erheben mussten. Das geschah nun zum ersten Mal.

Sam Peterson entging dem Gefängnis, da er keine Vorstrafe hatte. Er muss statt dessen 400 US-Dollar abdrücken und 40 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

(Nick Farrell/bk)

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