Yahoo: Absturz ins Motivationstief

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Die Stimmung beim Internetriesen könnte kaum schlechter sein. Laut US-Berichten schleppen sich die Mitarbeiter lustlos in ihre Aufbewahrungsboxen. Auslöser waren schlechte Ergebnisse und die Management-Entscheidungen der letzten Wochen.

Verzweifelt versucht Terry Semel, CEO von Yahoo, die Moral wieder aufzurichten. Nicht selbstlos, sondern um wichtige Führungskräfte davon abzuhalten, der Firma den Rücken zu kehren.
Jene fingen offenbar an, sich bei Konkurrenten wie Google und Apple zu bewerben, als es Anfang des Monats noch hieß, Microsoft wolle das Unternehmen aufkaufen. Ein gesunder Fluchtinstinkt also.
Kurz davor wurde ein enttäuschendes Quartalsergebnis mit elf Prozent Gewinnrückgang verkündet. Das Umsatzplus von sieben Prozent sah gegen 63 Prozent Wachstum bei Google ebenfalls mager aus. Das spricht nicht gerade für eine rosige Zukunft. Branchenbeobachter befürchten nun, dass die moralische Krise bei Yahoo den Konzern daran hindern könnte, allein klar zu kommen. Eine Reihe an wichtigen Mitarbeitern habe das Unternehmen bereits verloren und damit einen beträchtlichen Teil an Erfahrung und Wissen. Nun könnten die Abgänge zu einer richtigen Flut anschwellen. (rm)

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