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Modifizieren Sie anschließend die Zeile EXTRAVERSION im Makefile des Kernels, um den selbst entwickelten Kernel von CentOSKernels zu unterscheiden. In unserem Beispiel
verwenden wir EXTRAVERSION = -Encrypted. Dies bewirkt, dass die Modelle unseres Kernels nach der Übersetzung unter /lib/modules/2.6.9-Encrypted zur Verfügung stehen. Um sicherzugehen, dass alle notwendigen Programme und Bibliotheken für die menügestützte Kernel-Konfiguration vorhanden sind, führen Sie folgenden Befehl aus:
yum install dialog ncursesdevel
Installieren Sie dabei eventuell fehlende Programmpakete. Die Konfiguration des Kernels erfolgt mit:
make menuconfig
Aktivieren Sie jetzt im Menü File System das dort angebotene Minix-File-System als festen Bestandteil des Kernels.Wichtig: Das Kennzeichen * zeigt an, dass Sie eine Komponente fest (monolithisch) in den Kernel einbinden; die Option M steht für Module und reicht für unsere Zwecke nicht aus. Ausführliche Grundlagen zum Linux-Kernel und seiner Konfiguration lesen Sie in Linux Professionell 3/2006 ab Seite 44. Abschließend fügen Sie ? falls notwendig ? noch benötigte Treiber oder Features ein. Beim Verlassen des Konfigurationsprogramms stellen Sie sicher, dass alle Änderungen gespeichert werden. Mit
make
erfolgt die Übersetzung des Kernels. Mit
make modules_install
installieren Sie die Module des Kernel ins entsprechende Verzeichnis /lib/modules. Kopieren Sie jetzt mit folgenden Befehlen den Kernel und einige benötigte Komponenten in das Verzeichnis /boot:
cp arch/i386/boot/bzImage/boot/vmlinuz-2.6.9-Encrypted
cp System.map /boot/System.map-2.6.9-Encrypted
cp .config /boot/config- 2.6.9-Encrypted
Die notwendige Initial RAM Disk (initrd) erzeugen Sie mit dem Befehl:
mkinitrd /boot/initrd-2.6.9-Encrypted.img 2.6.9-Encrypted
Damit ist die Konfiguration des neuen Linux-Kernels abgeschlossen. Fügen Sie diesen Kernel in die Grub-Konfigurationsdatei /boot/grub/menu.lst ein und überprüfen Sie seinen korrekten Lauf durch den Neustart des Systems. Analysieren Sie die per Befehl dmesg gezeigten Meldungen genau auf Fehler und fahren Sie erst fort, wenn der neue Kernel problemlos und fehlerfrei bootet.






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