Kommt das Zweitleben für Alle?

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INQ_Zweitlebenr.jpgLaut einer Gartner-Studie sollen schon in vier Jahren rund 80 Prozent aller Internet-User ein Doppelleben in einer virtuellen (Spiele-) Welt führen.

Als der amerikanische Schriftsteller Neil Stephenson im Jahr 1992 seinen Science-Fiction-Roman „Snow Crash“ veröffentlichte, konnte er noch nicht einmal ansatzweise erahnen, dass sein Buch zur Vorlage für eine der größten Online-Communitys der Welt werden würde. Die Programmierer der kalifornischen Linden Labs ließen sich von der Idee eines dreidimensionalen Internets, in dem menschliche Benutzer durch eigene Avatare vertreten sind, zur Schaffung von „Second Life“ inspirieren. Allerdings war William Gibson mit seinem Cyperspace deutlich früher gedanklicher Vorreiter. Und Piers Anthony hatte mit “Steppe” Jahrzehnte zuvor bereits das Leben der Zukunftsgesellschaft im und für das Rollenspiel vorhergesehen. Nun wird der Trend dank erfolgreicher Online-Rollenspiele und virtuellen Wirtschaften wie Entropia oder Second Life langsam Wirklichkeit.
Viele Unternehmen aus der realen Welt versuchen den Einstieg. So entsteht in der virtuellen Welt ein eigener Wirtschaftsraum, der den Regeln einer echten Wirtschaft mit allen Vor- und Nachteilen folgt. Nicht mehr lange, und Spieler können reihenweise davon leben, falls sie gut sind.
Eine neue Spielart bereitet gerade die Web-Agentur Next Horizon vor. Sie baut als virtuelle Touristenattraktion die SL-Erlebniswelt „Austria“ mit Riesenrad und Donauturm. Als Clou soll man bald auf den Spuren des „Dritten Mannes“ in das Wiener Kanalnetz abtauchen können. (rm)


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