Telekom-Konkurrenten durch Streik geschädigt

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Das hätte sich die Deutsche Telekom nicht besser wünschen können: der ver.di-Streik vermindert auch die Leistungsqualität der Mitbewerber. Der Bundesverband Beitbandkommunikation (BREKO) warnt die Gewerkschaft vor Missbrauch.

Der Telekom-Mitbewerb profitiert nicht, sondern leidet eher unter den Streiks beim ehemaligen Staatsbetrieb Telekom.

Konkurenten hätten die “letzte Meile” noch von der Telekom angemietet, berichtet der Bundesverband breitbandkommunikation. Laut BREKO kommt es in den Streikregionen nun bei der Entstörung von Leitungen, die Daten vom Mitbewerb zum Kunden bringen, zu Verzögerungen.

Die Wettbewerber mit “T-Mietleitungen” sind noch auf die Telekom angewiesen, weil der Konzern “seine” letzte Meile gern selbst entstört und diese Tätigkeiten der Konkurrenz verweigert. Schadensersatz wegen mangelndem Service-Personal für Kunden des Mibewerbs verweigert die Telekom unter Hinweis auf “höhere Gewalt”.

Auch die geplante Umschaltung ehemaliger Telekom-Kunden auf die Mitbewerber verzögert sich.

BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann warnt die Gewerkschafter: Man werde äußerst penibel darauf achten, dass sich die Streikmaßnahmen von ver.di nicht gezielt gegen die Wettbewerber der Telekom richteten. Eine Streiktaktik, die vor allem darauf abzielt, die Wettbewerber zu schädigen, dürfte die Telekom-Spitze wohl kaum zu Zugeständnissen bewegen und stellt zudem einen Missbrauch des Streikrechts dar, so Lüddemann.

Die Taktik, Großkunden de Telekom mit dem “T-Streik” zu treffen, könnte also nach hinten losgehen. (mk)

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